Parodontitis und Diabetes – wie hängt das zusammen?
Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig.
Beide Erkrankungen verlaufen chronisch und können sich über einen längeren Zeitraum entwickeln, ohne dass Betroffene zunächst deutliche Beschwerden bemerken.
Gerade für Menschen mit Diabetes ist es deshalb wichtig, die Gesundheit von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat regelmäßig kontrollieren zu lassen.
Diabetes kann das Risiko für Parodontitis erhöhen
Ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus – sowohl Typ 1 als auch Typ 2 – kann das Risiko erhöhen, an einer Parodontitis zu erkranken. Eine wichtige Rolle spielt dabei der sogenannte HbA1c-Wert, der Auskunft über die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der vergangenen Wochen gibt.
Ist der Blutzucker über längere Zeit schlecht eingestellt, kann dies Entzündungsprozesse im Körper begünstigen und die Abwehrreaktion gegenüber Bakterien verändern. Dadurch kann eine bestehende Parodontitis schneller fortschreiten.
Ohne rechtzeitige Behandlung können Zahnfleisch, Fasern und Kieferknochen zunehmend geschädigt werden. Im fortgeschrittenen Stadium verlieren die Zähne an Halt – das Risiko für Zahnverlust steigt.
Der Zusammenhang funktioniert auch umgekehrt
Interessant ist: Nicht nur Diabetes kann eine Parodontitis beeinflussen – auch eine Parodontitis kann Auswirkungen auf den Diabetes haben.
Die chronische Entzündung im Zahnhalteapparat kann sich auf den gesamten Körper auswirken und die Blutzuckereinstellung erschweren. Eine erfolgreiche Behandlung der Parodontitis kann deshalb nicht nur für die Mundgesundheit von Bedeutung sein, sondern bei Menschen mit Diabetes auch zu einer Verbesserung des HbA1c-Wertes beitragen.
Eine gute Mundgesundheit ist damit ein wichtiger Baustein der allgemeinen Gesundheitsvorsorge.
Wann sollten Sie sich bei uns melden?
Wenn bei Ihnen Diabetes mellitus festgestellt wurde, empfehlen wir eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle. Dabei können wir untersuchen, ob Anzeichen einer Zahnfleischentzündung oder Parodontitis vorliegen und ob eine weiterführende Untersuchung sinnvoll ist.
Auch bei folgenden Beschwerden sollten Sie Ihr Zahnfleisch kontrollieren lassen:
- Zahnfleischbluten
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- wiederkehrende Schwellungen des Zahnfleisches
- anhaltender Mundgeruch
- zurückgehendes Zahnfleisch
- gelockerte oder sich verschiebende Zähne
Je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto besser können wir gegensteuern und den Zahnhalteapparat langfristig stabilisieren.
Diabetes? Denken Sie auch an Ihr Zahnfleisch.
Wenn Sie an Diabetes leiden oder Veränderungen an Ihrem Zahnfleisch bemerken, sprechen Sie uns gerne bei Ihrem nächsten Termin darauf an. Wir kontrollieren den Zustand Ihres Zahnfleisches und können bei Bedarf eine gezielte Parodontitisdiagnostik durchführen.
Gesundes Zahnfleisch ist nicht nur für Ihre Zähne wichtig – sondern ein Teil Ihrer gesamten Gesundheit.
Parodontitis & Diabetes im Video erklärt
Wussten Sie, dass Parodontitis und Diabetes sich gegenseitig beeinflussen können?
Zahnärztin Dr. Isabel Nixdorf erklärt in unserem Instagram-Reel, wie Diabetes und Parodontitis zusammenhängen und warum eine gute Mundgesundheit gerade bei Diabetes besonders wichtig ist.
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Wie gesund ist Ihr Zahnfleisch?
Bei Zahnfleischbluten oder anderen Veränderungen lohnt sich eine frühzeitige Kontrolle. Wir beraten Sie gerne persönlich.
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